St. John Mandel, Emily – Das Licht der letzten Tage

„Hoffnungsvoll düster, schrecklich zart und tragisch schön. Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer.“ Quelle: Piper Verlag

***

Meine Meinung:

 Ich hatte dieses Buch schon lange auf meinem Ebookreader und wusste ehrlich gesagt gar nicht mehr worum es da geht. Entsprechend verwirrt war ich bei dem ersten Satz „Der König stand schwankend in einer Lache aus blauem Licht.“ (Quelle: Leseprobe Piper Verlag). Nachdem ich dann begriffen hatte, dass das Buch mitten in einem Theaterstück ansetzt, hatte ich trotzdem noch keine Ahnung über den Inhalt – Ist auch mal ganz interessant, so blind zu lesen 😉 . Direkt am Anfang des Buches überschlagen sich die Ereignisse und man stürzt quasi in die Geschichte hinein. Für mich als Leser war es anfangs nicht so richtig nachvollziehbar warum manche Dinge bzw. Personen so hervor gehoben wurden.  Leider wird das Lesevergnügen sehr gehemmt durch regelmässige Zeitsprünge und Protagonistensprünge, mit teilweise langatmigen Rückblicken. Der Aufbau und die Erzählweise sind tatsächlich etwas gewöhnungsbedürftig, denn sobald sich etwas Spannung aufbaut und man sich grade an das Erzählte gewöhnt hat, kommt wieder ein Sprung. Es tauchen recht viele Personen in dem Buch auf und diese sind auch gut ausgearbeitet. Die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Personen werden zwar auch klar, aber der Sinn warum manches erzählt wird, hat sich mir leider nicht erschlossen. Dennoch fand ich die Erzählungen zu einzelnen Personen sehr spannend und dadurch fesselte mich das Buch doch. Zeitweise konnte ich es nicht aus der Hand legen, weil ich wissen wollte wie es weiter geht. Der Schreibstil ist auch gut zu lesen und bringt die richtige Stimmung rüber. Es ist auf jeden Fall mal ein Buch das sich nicht wirklich in ein Genre packen lässt weil es ein bisschen (viel) Crossover ist. Es ist nicht einfach nur ein Endzeitroman wie jeder andere sondern ein packender Roman der zum nachdenken anregt und auch noch nachwirkt.

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