Dutton, Annette – Das geheime Versprechen

„Erschüttert liest die Australierin Sarah einen Artikel über die »vergessenen Kinder«. Englische Kinder aus armen Familien, die nach Australien gebracht wurden, oft ohne Wissen von deren Eltern. Ein Coup zweier Regierungen – ohne Rücksicht auf Gefühle. Ein Verdacht keimt in Sarah auf: Hat auch ihr Vater dieses Schicksal erlitten? Immerhin wuchs er in einem der Waisenhäuser auf, die im Artikel genannt werden. Sarah beginnt zu recherchieren – und erkennt überrascht, dass die Spuren nach Deutschland führen.
Sie kann nicht ahnen, dass am Anfang aller Geheimnisse ein Versprechen zwischen zwei verzweifelten Jugendlichen steht, gebrochen und doch für immer bewahrt.“ Quelle: Thalia

***

Meine Meinung:

Auf jeden Fall ein interessantes aber schweres Thema, leider ist die Umsetzung des Romanes nicht so gut gelungen. Es fängt damit an dass die Anfänglichen Sprünge den Leser etwas verwirren, weil die Zusammenhänge nicht klar sind. Das ist zwar oft der Fall bei sogenannten Familien-Geheimnis-Büchern, aber hier wäre ein weicherer Übergang besser gewesen. Zumal einige Hauptprotagonisten schon am Anfang eher unsympatisch und nicht nachvollziehbar erscheinen. Gleiches gilt fast ausnahmslos für alle Personen die in der Gegenwart eine Rolle spielen. Die Geschichte ansich ist leider so sehr konstruiert dass es schon etwas lächerlich ist, der Leser sollte wohl auf eine falsche Fährte gelockt werden – aber das ist nicht wirklich gelungen und darunter leidet dann auch die Spannung. Das Buch ist nicht grundsätzlich schlecht, der Schreibstil ist eigentlich angenehm, man hätte sich vielleicht das Geheimnis sparen und dafür an den entsprechenden Stellen den Personen mehr Tiefe geben können. Gut ist auch dass (zummindest mir) erst im Verlauf des Buches bzw. zum Ende hin die Punkte, die mir nicht so gefielen, aufstießen bzw. bewusst wurden (vielleicht wurde es auch einfach mehr),  so war ich dann auch in der Geschichte drin und hatte nicht das Gefühl nicht weiterlesen zu wollen. Wenn man also nicht mit zu vielen Erwartungen an das Buch herangeht, kann man es gut lesen…

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